Dacia & Chauffeur


In der kommunistischen Zeit Rumäniens war die Dacia 1300, eine in Rumänien fabrizierte Kopie des Renault 12, mehr oder weniger das einzige Auto welches man erwerben konnte. Somit waren bis 1989 über 90% der Personenwagens die auf Rumänien Straßen fuhren Dacias.

Meine Eltern hatten natürlich auch eine Dacia und wenn diese verkauft wurde dann folgte wieder eine Dacia, das einzig neue war die Farbe, mal weiß, dann dunkelgrün, dann Buttergelb und so weiter. Obwohl mir als Kind immer schlecht auf dem Rücksitz wurde mochte ich das Fahren mit der Dacia sehr. Ich habe mit der Dacia beinahe ganz Rumänien gesehen und erlebt, meine Eltern waren sehr reisefreudig.

Einerseits versuche ich mit der Serie Dacia & Chauffeur die Erinnerungen an einer kindlich utopischen Zeit, wo zumindest über das Fahrzeug alle gleich waren, wieder aufleben zu lassen. Das Auto spielte keine Rolle, wichtig war wohin man damit fuhr, welche Freunde man besuchte oder die Orte die man damit sah.

Zwanzig Jahre nach dem Fall des Kommunismus ist diese Fahrzeug noch immer auf Rumäniens Straßen präsent. Es ist aber kein Zeichen der Gleichheit mehr sondern der Ungleichheit, es ist das Auto der Armen, die über keine mehrere tausend Euro verfügen um sich ein neueres leisten zu können. Mir ist es wichtig auch die Fahrer in diese Serie zu zeigen denn damit möchte ich mein Respekt und Sympathie vor diesen Menschen zeigen.

Alle Bilder, Transsilvanien und Banat, 2009 bis 2012

Dacia 1300, a replica of the Renault 12, made in Romania, has been almost the only car that could be bought in the Communist period. Therefore 90% of the automobiles that were driven on the Romanian roads in that periode were Dacia.

My parents had a Dacia, too, and when they we’re selling it, they would bought another Dacia. Only the color was changed, from white to green and then to yellow and so on. Although as a kid I didn’t bear the road trips too well from the backseat of the Dacia, I adored traveling by it. My family really enjoyed going on trips and so I saw a lot of the Romanian landscape being carried by the Dacia.

On the one side I try to revive these memories through the series Dacia & Chauffeur, childish and utopian memories of a time when people were equals at least through their car. And this equality made the car to lose its significance, the important thing was to whom or which place we were going.

The photographs in the series Dacia & Chauffeur were taken in the last two years, so 20 years after the ending of the Communist era. Today, too, Dacia can be found pretty often in Romania. But it’s no longer a sign of equality, but of inequality. Dacia is nowadays the car of those who can’t afford several thousands of euros for a better car.

The presence of the driver is important to me, this way I want to show my sympathy and respect toward these people.

Alle Bilder 2008 bis 2011, Rumänien